Einsatzstellen in Tansania
Upendo Daima

Upendo Daima bedeutet bedingungslose Liebe auf Suaheli und ist eine Organisation für Straßenkinder in Mwanza, die 1995 gegründet wurde.
Die Kinder werden mit Essen, Kleidung, Bildung und Gesundheitsfürsorge unterstützt. Das Hauptziel der Arbeit ist die Reintegration der Kinder in ihre Familien.
Upendo arbeitet zum Teil direkt auf der Straße, übernimmt sowohl psychologische als auch die ärztlicher Beratung, macht Hausbesuche, versorgt die Kinder mit Essen und ermöglicht ihnen einen Schulzugang. Wenn eine Wiedereingliederung in die Familie nicht möglich ist, haben die Kinder die Möglichkeit in der "Malimbe Familiy" zu leben. Hier stehen vor allem die schulische und außerschulische Bildung und die Erziehung im Vordergrund.
Zu den Aufgaben einer/s Freiwilligen zählen street working, Freizeitgestaltung der Kinder, Unterricht für die Straßenkinder, Beratung für Kinder und deren Familien und die Begleitung der Wiedereingliederung der Kinder in ihre Familien. Der/ Die Freiwillige sollte bestenfalls 12 Monate dort arbeiten und auf jeden Fall schon vor Ausreise Suaheli lernen.
Lake Victoria Disability Centre
LVDC besteht seit 2002 und liegt in Musoma im Osten des Victoria Sees. Es bietet für Jugendliche mit einer Behinderung berufliche Bildung an. In den kleinen Werkstätten des Centers werden circa 20 Jugendliche in Tischlerei, Metallarbeiten und Stickerei ausgebildet. Die Produkte aus den Werkstätten wie Rollstühle, Möbel oder Stofffabrikate werden in der Stadt oder an lokale Schulen verkauft. Daneben werden Klassen in Gebärdensprache für die Jugendlichen und ihre Familien angeboten.
Ein/e Freiwillige/r arbeitet je nach Ausbildung mit den Jugendlichen und deren Familien zusammen, unterrichtet diese in Gebärdensprache oder unterstützt die Jugendlichen in der kreativen Arbeit in der Werkstatt.
Seit September 2010 unterstützt Melanie Bartz (Studierende der Gehörlosenpädagogik) das Lake Victoria Disability Centre.
TUNAWEZA

TUNAWEZA ist Suaheli und bedeutet wörtlich übersetzt: „Wir können“. Die Organisation wurde im September 2009 gegründet. Sie bietet jungen Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Behinderungen die Möglichkeit, ihre sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten zu erweitern und berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Dazu sollen in einer Werkstatt nach und nach verschiedene Projekte verwirklicht (und die Produkte verkauft) werden. Zu den Angeboten der TUNAWEZA Werkstatt zählen ökologischer Gartenbau und Landschaftspflege, Hauswirtschaft und Küche, eine Batikwerkstatt, eine Näherei und eine Recycle-Kunstwerkstatt.
Die TUNAWEZA Werkstatt soll nicht nur ein Ausbildungs- und Produktionsort sein, sondern auch ein Ort sozialer Begegnung, wo junge Menschen mit Beeinträchtigungen positive Kontakte und soziales Eingebunden sein erleben, Beratung und Begleitung auch für ihr Leben außerhalb der Werkstatt und Informationen über ihre Rechte erhalten.
Ein/e Freiwillige/r unterstützt die Jugendlichen bei ihren Aufgaben in den Werkstätten, hilft den SchülerInnen Fähigkeiten für ein selbstständiges Leben zu erlernen und übernimmt je nach Qualifikation beratende Tätigkeiten. (Einsatzdauer mind. 12 Monate, Bereitschaft Suaheli vor Ausreise zu lernen Pflicht)
Einsatzstellen in Ghana
EMC-Ghana Projekt

Das Education of the Mentally Challenged Projekt entstand 1995, um den Schulaufbau der ersten Sonderschule Ghanas, der Garden City Special School (GCSS) in Kumasi zu unterstützen, an der seit 1977 Menschen mit geistiger Behinderung unterrichtet werden. Das Ziel ist die Integration der Kinder und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung in die Gesellschaft.
Mittlerweile hat EMC fünf Partnerschulen für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung in ganz Ghana. Die Schulen sind Internate oder Tagesschulen, die von Schülern aus der näheren Umgebung besucht werden. Einige der Partnerschulen sind inklusive und bieten neben dem klassischen Unterricht Lernangebote und Workshops zur Förderung der sozialen und motorischen Fähigkeiten an.
Durch die tatkräftige Unterstützung von Freiwilligen soll der interkulturelle Austausch erhalten bleiben. Freiwillige helfen in den Klassen beim Unterrichten, initiieren in Zusammenarbeit mit dem lokalen Kollegium eigene Projekte (z.B. eine kleine Schulfarm) übernehmen bei Bedarf individuelle Förderungen von Schülern, können ihre Ergo- und Physiotherapiekenntnisse anwenden und berufs- oder künstlerisch orientierte Workshops einrichten.
Ab Sommer 2009 unterstützte Marlene für 8 Monate eine Gehörlosenschule in Swedru. Marlene ist selbst gehörlos und hat aus Ghana ein Video über ihre Erfahrungen mitgebracht. Für diejenigen die keine Gebärdensprache sprechen, hier ihre Erklärung der Gesten.
Hand in Hand / Ananse
Die Hand in Hand Community wurde 1992 als Nichtregierungsorganisation gegründet und hat zum Ziel geistig und mehrfach behinderten Kindern ein Zuhause zu geben. Je nach Möglichkeit bekommen die Kinder eine Schul- und Berufsausbildung.
Die Gemeinschaft in Nkoranza umfasst ein Wohndorf und eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung und die Shalom Special School. Das Projekt erwirtschaftet selbstständig Einnahmen durch mehrere Gästehäuser mit einem kleinen Restaurant, durch einen Kiosk, durch die Verkäufe der in der Werkstatt hergestellten Produkte und durch ein Internetcafé im Ortskern von Nkoranza.
Momentan leben circa 45 Waisenkinder mit geistiger Behinderung mit ihren Pflegeltern in dem Wohndorf. Weitere Jugendliche kommen täglich aus den umliegenden Dörfern, um in der Werkstatt mitzuarbeiten.
Freiwillige sowie sonderpädagogische und therapeutische Fachkräfte assistieren in der Gemeinschaft. Sie arbeiten in der Shaloom Special School mit, leiten Jugendlichen in der Werkstatt an oder unterstützen die Kinder in lebenspraktischen Aufgaben.
Einsatzstellen in Kamerun
Mosoh Cameroun
Mosoh ist eine Selbsthilfeorganisation, die 2005 von einer Gruppe von Menschen mit Behinderung in Nkongsamba gegründet wurde. Mosoh Cameroun hat das Ziel, bei der Integration von Menschen mit Behinderung in die kamerunische Gesellschaft mitzuwirken, ihre Rechte bekannt zu machen und Lösungen zur Verbesserung ihres Alltags zu finden (Ausgrenzung, schlechte Lebensbedingungen, kaum Zugang zu schulischer und beruflicher Ausbildung und zu Arbeitsplätzen, unzureichende medizinische Betreuung, wenig angepasste Hilfsmittel usw.).
Es wird versucht Menschen mit Behinderung wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell zu beteiligen und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben zu verwirklichen. Seit der Gründung wurden z.B. vermehrt Schüler mit Behinderung in Schulen eingeschrieben. Ein Ausbildungszentrum für Menschen mit Behinderung soll errichtet werden als eine zentrale Stelle für Information, Beratung und Aufklärung.
Freiwillige arbeiten je nach Qualifikation und aktuellem Bedarf bei mosoh mit und unterstützen die Organisation vor allem bei der Aufklärungsarbeit.
>> Erster Zwischenbericht von Magdalena (seit September 2010 bei mosoh)
Einsatzstellen in Südafrika
Ithemba

Ithemba ist ein Day Care Center in einem Township von Port Elizabeth, das von Kindern und Jugendlichen mit intellektuellen und Lernbeeinträchtigungen besucht wird. Ziel ist es, eine umfassende sonderpädagogische Betreuung zu erreichen und eine lebenspraktische Ausbildung zu ermöglichen.
Die Aufgaben der Freiwilligen bestehen vor allem in der Betreuung der Kinder, der Vor- und Nachbereitung der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, in der Durchführung von Einzelfördermaßnahmen und klassen- und gruppenübergreifenden Projekten. Aufgrund der Sicherheitslage kommen immer zwei Freiwillige gleichzeitig zu Ithemba (für mind. 12 Monate).
>> Abschlussbericht Karin Jakober, Freiwillige Juli 2008- Juli 2010
