Behinderung und Entwicklungs­zusammen­arbeit e.V.

Wege ins Ausland

Grundsätzlich lässt sich zwischen staatlich geregelten und privat organisierten Aufenthalten unterscheiden. Gesetzlich geregelte Programme unterstützen die Freiwilligen organisatorisch und finanziell bei ihrem Weg ins Ausland.

Viele staatlichen Freiwilligendienst-Programme sind auf einen Zeitraum von 12 Monaten ausgelegt und haben strenge Altersgrenzen. Selbstorganisierte Aufenthalte bieten hingegen häufig mehr Flexibilität bezüglich Altersgrenzen, Einsatzgebieten und Aufenthaltsdauer; müssen dafür aber auch selbst finanziert werden.

Staatlich geregelte Aufenthalte
Bei einem Freiwilligendienst engagieren sich Menschen für eine bestimmte Zeit in einem gemeinnützigen Projekt. Freiwilligenprogramme können als Bundesfreiwilligendienst (BFD), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in unterschiedlichen Bereichen auch in Deutschland absolviert werden.

Folgende Programme bieten einen gesetzlich geregelten Freiwilligendienst im Ausland an:

  • Anderer Dienst im Ausland (ADiA)
  • Arbeits- und Studienaufenthalte (ASA)
  • Europäisches Solidaritätskorps (ESK)
  • Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland (FSJ-A)
  • Freiwilliges Ökologisches Jahr im Ausland (FÖJ-A)
  • Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD)
  • Internationaler Kultur-Freiwilligendienst "kulturweit"
  • Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts"


Privat organisierte Aufenthalte
Sprach- und Au-Pair-Aufenthalte werden häufig von Agenturen angeboten und müssen dementsprechend privat organisiert und finanziert werden. "Work and Travel" oder das Projekt "Worldwide Opportunities on Organic Farms" (WWOOF) sind Möglichkeiten, um ein Land relativ kostengünstig zu bereisen, da während des Auslandsaufenthalts gearbeitet wird. Das Modell "Work and Travel" wird von verschiedenen Agenturen angeboten; kann aber auch eigenständig organisiert werden. Um an dem "WWOOF"-Projekt teilzunehmen, ist eine (länderspezifische) Anmeldung erforderlich.

(Weiter-)Bildungsaufenthalte im Ausland, wie z.B. Praktika oder Schul- und Studienaufenthalte sind eine weitere beliebte Möglichkeit ins Ausland zu gehen. Häufig nehmen Schulen und Universitäten an Programmen wie z.B. Erasmus+ teil. In vielen Fällen kann dann ein Teil der Kosten, z.B. Studiengebühren, erlassen werden. Die Organisation und Finanzierung von Praktika muss meist privat getragen werden. Wird das Praktikum im Rahmen einer Ausbildung oder Studiums absolviert, gibt es manchmal die Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Ihr Kontakt:

Franziska Koch

koch@bezev.de

Tel: 0201/29 44 12 23

www.jetzt-einfach-machen.de

Internationales Engagement - Keine Vorkenntnisse

Bei diesen Freiwilligendiensten werden Auslandskranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung meist von den Trägern übernommen. Die Auslandskrankenversicherung enthält in der Regel die Rücktransport-versicherung; die Unfallversicherung die Invalidenversicherung. Bei den Freiwilligendiensten besteht weiterhin Anspruch auf Kindergeld und (Halb-)Waisenrente.

Internationales Engagement – Vorkenntnisse notwendig