Behinderung und Entwicklungs­zusammen­arbeit e.V.

8. Projektbeirat

Am 19. April fand das achte Treffen des Projektbeirats statt. Auch dieses Mal wieder online. Ein wichtiges Thema dabei waren Überlegungen, in welcher Form das Projekt weitergeführt werden kann.

Das achte Treffen des Projektbeirats befasste mit der allgemeinen Lage und Stimmung im Bereich Auslands-aufenthalte und Menschen mit Beeinträchtigung/ Behinderung. Um ein umfassendes Bild der Situation zu bekommen, gab es drei Inputs von Gästen. So berichtete Regina Pfeifer von Eurodesk über aktuelle Entwicklungen und dass trotz gesunkener Beratungszahlen im Jahr 2020 das Interesse an Auslandsaufenthalten bei jungen Menschen ungebrochen ist. Ottmar Miles-Paul berichtete als Vertreter der Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL e.V.) über die Erfahrungen von Menschen mit Behinderung in der Corona-Zeit. Neben all den negativen Auswirkungen der Pandemie nannte er als positive Entwicklung die verstärkte Nutzung von digitalen Tools. Dadurch wurde die Teilnahme an Konferenzen und Workshops unkompliziert und ermöglichte Austausch auf breiter Basis, auch international. Zudem zu Gast waren Herr Hornfeck und Frau Kortländer aus dem BMFSFJ, Referat 115 - Jugendfreiwilligendienste. Sie stellten das Pilotprojekt zur Teilhabe behindertet junger Menschen am FSJ, FÖJ und BFD vor. Mit dem Projekt reagiert die Regierung auf die jahrelange Kritik, dass Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung die Teilnahme an Freiwilligendiensten erschwert wurde, da die Übernahme beeinträchtigungsbedingter Kosten nicht gewährleistet war.

Zweites großes Thema der Sitzung waren Überlegungen, in welcher Weise das Projekt weitergeführt werden könnte. Alle Mitglieder des Beirats begrüßen eine Weiter-führung. Eine der angesprochenen Ideen ist die Einrichtung einer programmübergreifenden Fachstelle für Inklusion. Unklar ist allerdings, wie diese finanziert und wo sie angedockt werden könnte.