Online-Veranstaltung am 5. März: gleich gerecht?! – Inklusive Arbeit = menschenwürdig leben
Doch ist es für sie deutlich schwieriger, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen, da ihre Arbeitslosenquote weltweit doppelt so hoch ist, im Vergleich zu Menschen ohne Behinderungen.
Auch in Deutschland ist sie fast doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote. In Ländern des Globalen Südens ist die Einkommenssituation für Menschen mit Behinderungen noch einmal gravierender, da ihre Arbeitslosenquote dort oft 80-90 % beträgt. Ihre Situation wird dadurch verschärft, dass in vielen Ländern keine sozialen oder nur unzureichende Sicherungssysteme vorhanden sind, die ein fehlendes Einkommen abfedern könnten. Ein großer Anteil der Menschen mit Behinderungen lebt daher in Armut und absoluter Armut. Viele Menschen mit Behinderungen sind daher gezwungen, im informellen Sektor unter prekären Arbeitsbedingungen zu arbeiten, um zu überleben. Ein existenzsicherndes Einkommen lässt sich damit meist nicht erzielen.
Bereits seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 haben Menschen das Recht auf Arbeit, den Zugang dazu und auf angemessene Arbeitsbedingungen. Dieses Recht auf den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt wurde für Menschen mit Behinderungen durch Art. 27 der UN- Behindertenrechtskonvention noch einmal bestätigt und spezifiziert. Auch in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ist der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt aufgenommen worden.
Mit diesen internationalen Vereinbarungen ist ein solider rechtlicher Rahmen vorhanden. Wie die Umsetzung in die Praxis funktioniert, soll im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden. Dabei wird es einen Einblick geben in die Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Förderung von inklusiver Beschäftigung. Am Beispiel eines Unternehmens sowie eines Entwicklungsvorhabens wird aufgezeigt, wie diese konkret in der Praxis umgesetzt werden kann. Nicht zuletzt kommen Menschen mit Behinderungen zu Wort, die das Thema aus ihrer Perspektive beleuchten.
- Jürgen Menze, Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
- Lena Niehaus, Programmleiterin Strategien, Terre des Hommes, Osnabrück
- Deginet Wotango Doyiso, Berater, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn
- Anke Lenz, Inklusionsbeauftragte, Accenture, Düsseldorf
- Ottmar Miles-Paul, LIGA Selbstvertretung
Moderation: Dr. Gabriele Weigt (bezev)
Die Veranstaltung findet statt am:
Donnerstag, 05. März 2026, 11:00 - 13:00 Uhr, über Zoom.
Über das untenstehende Formular können Sie sich anmelden. Die Veranstaltung wird weitgehend barrierefrei durchgeführt. Falls ein Bedarf an Unterstützungen (z.B. Gebärdensprachdolmetscher*in) besteht, geben Sie dies bitte im Feld "Spezifische Bedarfe" an.
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum 28. Februar 2026 an.
Hinweis: Die Angaben mit Sternchen * sind Pflichtfelder.
Die Veranstaltung wird gefördert durch
ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ
und
Brot für die Welt
Zeichnung eines Geldscheins mit der Aufschrift "enough" (zu Deutsch "genug")